DRA - Dell, Ramond, Astor | Support: Lukas Roßmüller solo

Foto: Ruth Hommelsheim
DRA ist ein einzigartiges Forschungsensemble der zeitgenössischen Musik, das sich auf die Erforschung des Rhythmischen konzentriert. In den 25 Jahren ihres Arbeitens haben DRA ein bedeutendes, in der Musikwelt intensiv diskutiertes Werk geschaffen. 1998 begannen Christopher Dell (Vibraphon, Komposition), Christian Ramond (Bass) und Felix Astor (Schlagzeug) eine völlig eigenständige Weise des Arbeitens zu entwickeln. Diese Arbeit besteht aus sogenannten Programmen, die sich wiederum aus einzelnen Werken zusammensetzen.
Drei bislang existierende Programme spiegeln einen kontinuierlichen Prozess wider, dessen Verfahren in der Verbindung von multiplen musikalischen Logiken, Erfahrungen und Praktiken besteht. Operativ richtet sich der Prozess auf das Schaffen von Matrizes, die die ausdauernde Untersuchung neuer Möglichkeiten der performativen Verbindung zwischen musikalischen Strukturen erlauben. Einem solchen Denken in Strukturen ist über die Jahre ein einzigartiges Experimentalsystem erwachsen. Dessen Matrix wirkt in zwei Richtungen: einerseits provozieren die strukturellen Sets von DRA die permanente Erweiterung ihrer eigenen Spielpraxis. Andererseits wirken die Erfahrungen der Spielpraxis des Ensembles in die Öffnung der kompositionalen Strukturen hinein. In diesem Sinn sind überraschende metrische Modulation, feingliedrige Verästelung, faszinierende rhythmische Überlagerung und intensive Verkörperung die Schlüsselwörter, wenn es um den Form und den Inhalt von DRAs Arbeit geht.
Das Ensemble. das für das Goethe Institut gefeierte Tourneen in der ganzen Welt absolvierte erhielt 2001 den Jazz Art Award, Musik des 21. Jahrhunderts. Im Jahr 2008 wurde DRA von dem wegweisenden Komponisten George Lewis an die renommierte Columbia University eingeladen. Laut Lewis präsentiert Christopher Dell mit DRA eine "einzigartige Mischung aus Komposition, Improvisation, Kommunikation und komplexen metrischen Modulationen, die sein tiefes Engagement für organisatorische Studien widerspiegeln."
"Voller Dichte und Wahrheit." Hans- Jürgen Linke, Frankfurter Rundschau
"Unglaublich." Uli Olshausen, Frankfurter Allgemeine Zeitung
"Voller Ideen und Meisterhaftigkeit" Django Bates
"Drive mit Kraft und Geschwindigkeit" Jim Santella, Cadence, U.S.A
"... starke Spieler, ständig faszinierend, ..." Jon Andrews, Downbeat, U.S.A.
Publikationen:
2001 "Future of the smallest Form", jazz4ever records
(longlist Preis der Deutschen Schallplattenkritik)
2003 "Real", enw records
2006 "Truth Study", enw
2013 "Typology", enw
2016 "3rd Critique", enw
DRA - Dell, Ramond, Astor | Support: Lukas Roßmüller solo
Montag, 27. Oktober 2025, 19 Uhr
Lokal Harmonie, Harmoniestr. 41, 47119 Duisburg
Eintritt frei(willig) - Hutveranstaltung
Support: Jan Lukas Roßmüller - Piano solo

Foto: Laura Thomas
Zwischen Einfachheit und Abstraktion: Das erste Soloalbum des Kölner Pianisten Jan Lukas Roßmüller „Cargo“ ist eine Sammlung musikalischer Momentaufnahmen, entstanden nach einer zweimonatigen Residenz im Elbehaus in Hamburg im Frühjahr 2024. Trotz der intensiven Auseinandersetzung mit sich und dem Klavier als Soloinstrument in dieser Zeit, strahlt die Musik eine große Ruhe aus.
„Meine Musik muss immer ein großes freies Moment haben.“ In dieser Dringlichkeit ist der Kölner Pianist und Komponist Jan Lukas Roßmüller Teil einer jungen, vorwärts gerichteten Strömung zwischen zeitgenössischem Jazz und freier Improvisation - kompromisslos und offen. Zu seinen Einflüssen zählen neben Jazzikonen wie Thelonious Monk oder Carla und Paul Bley auch zeitgenössische Klaviermusik und improvisierte Musik.
Mit der Band RGR spielt er frei improvisierte Musik. Das Debut Album Octopetala, das die Band bei den 45. Duisburger Akzenten im Lokal Harmonie vorstellte erschien im März 2024 bei Boomslang Records und ist 2025 für den deutschen Jazzpreis in der Kategorie Newcomer:in des Jahres nominiert.
Veranstalter: Kreativquartier Ruhrort UG

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